Trialog-Schulenwettbewerb

Schulen Hessen

Bad Vilbel: Brunnenschule

Schulform: Förderschule
Projektvorhaben: „Schulhofgestaltung und Mensanutzung – zwei Großprojekte zum Thema ?Meine, deine, unsere Welt – wie gestalten wir die Zukunft?“
Mensa und Schulhof, die beiden zentralsten Bereiche in „meiner, deiner, unserer Schulwelt“ sollen mit Zukunftsvisionen weiterentwickelt und in Orte trialogischer Begegnung umgestaltet werden. Dazu lädt die Brunnenschule andere Schulen und Experten der drei Religionen zu Vorträgen und kulturellen Buffets in die Schulküche ein, um kulturelle Unterschiede für die Schüler erfahrbar zu machen. An so genannten „Social Days“ sind Eltern, Schüler und Firmen dazu angehalten, gemeinsam den Schulhof umzugestalten. Spiel- und Beschäftigungsideen aus den drei Religionen sollen dabei entdeckt und ausprobiert werden. Präsentationen, eine Projektwoche, ein literarischer Adventskalender und ein Sommerfest vervollständigen das Themenjahr. 
Kontakt:
Brunnenschule, Kurt-Moosdorf-Straße 75, 61118 Bad Vilbel, Tel.: 06101/83533, Email: poststelle@brbv.Bad-Vilbel.schulverwaltung.hessen.de, www.brunnen.bad-vilbel.schule.hessen.de


Darmstadt: Heinrich-Emanuel-Merck-Schule

Schulform: Berufliches Gymnasium
Projektvorhaben: „’Der Islam gehört zu Deutschland’ und ?Jüdisch-Christliches Abendland’“
Wie kann Integration ganz praktisch im täglichen Miteinander der Schüler erlernt werden? Dieser Frage widmet sich die Jahrgangsstufe 13 der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule und lobt den HEMS-Integrationspreis aus. In Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde, dem islamischen Arbeitskreis und dem Arbeitskreis christlicher Kirchen in Darmstadt erarbeiten sich die Schüler Grundkenntnisse über die Religionen. Ein biographisches Theater bietet den Schülern einen spielerischen Zugang zum Thema. Darauf aufbauend entwickeln die Jugendlichen die Kriterien für den Integrationspreis, der fortan jährlich vergeben werden soll.
Kontakt: Heinrich-Emanuel-Merck-Schule, Alsfelder Str. 23, 64291 Darmstadt, Tel.: 06151/134310, Email: hems@darmstadt.de, www.hems.de


Frankfurt: Leibnizschule

Schulform: Mittelstufengymnasium
Projektvorhaben: „Das Kennenlernen des Anderen als Basis für den Diskurs und die gemeinsame Gestaltung der Zukunft“
Die Jahrgangsstufe 8 der Leibnizschule beschäftigt sich unterrichtsübergreifend mit trialogischen Fragestellungen. Die Kinder behandeln Themen wie „Die großen Erzählungen der Religionen“ im Ethik- und Religionsunterricht, „Die Menschen der Nachbarländer“ und die „Kinder der Welt“ im Erdkundeunterricht. Als Ergebnis soll ein multiperspektivisches Bild der Migration entwickelt werden. Die Schüler beantworten trialogische Fragen aber auch in den Fächern Politik und Wirtschaft, Geschichte und Deutsch u.a. durch jüdische, christliche und islamische Literatur. Besuche in Moscheen, Synagogen und Kirchen begleiten das Projekt.
Kontakt: Leibnizschule, Gebeschusstraße 24, 65929 Frankfurt a.M., Tel.: 069/21245505, Email: poststelle.leibnizschule@stadt-frankfurt.de, www.schulserver.hessen.de/frankfurt/leibniz


Frankfurt: Musterschule

Schulform: Gymnasium
Projektvorhaben: „Erarbeitung, Erprobung und Aufführung eines Theaterstückes in Kooperation und im Austausch mit den Bewohneren und Mitarbeitern eines jüdischen Altenheimes“
Das Projekt der Musterschule baut Brücken zwischen Kulturen und Generationen. Zusammen mit Bewohnern eines jüdischen Altenheimes entwickeln die Schüler ein trialogisches Theaterstück. Dabei trifft die Schulwelt auf die Heimwelt, die Vergangenheit trifft auf Lebenswelten der Gegenwart und so kann ein Stück über die Zukunft entstehen. Die Lebenserfahrungen aller Beteiligten bereichern die Arbeit, indem eigene Titel wie „Begegnungen an der Haltestelle“ oder „Kein Ort. Nirgends“ herangezogen werden. Eventuell spielen sogar Heimbewohner bei den Aufführungen mit.
Kontakt: Musterschule, Oberweg 5-9, 60318 Frankfurt a.M., Tel.: 069/21235267, Email: sekretariat@musterschule.de, www.musterschule.de


Gudensberg: Dr. Georg-August-Zinn-Schule

Schulform: Gesamtschule
Projektvorhaben: „Komm und zeig mir deine Welt“
Die Klassenstufen 6 und 9 erarbeiten in Projektstunden und an Projekttagen gemeinsam Grundlagenwissen über Judentum, Christentum und Islam. Durch das Mischen der Jahrgangsstufen sollen die jüngeren und älteren Schüler jeweils voneinander lernen. In den Projektstunden widmen sich die Klassen „Abraham, dem Urvater“, „Kunst der Kulturen“, „Essen und Feiern“, „Geschichten und Texten der Religionen“ und weiteren trialogischen Aspekten. Besuche in Kirche, Synagoge und Moschee ergänzen den Unterricht. Den Abschluss bilden zwei Projekttage, an denen die Schüler sich in ihre Lieblingsthemen vertiefen, dazu Fotos, Texte, Tänze anfertigen und auf dem „Fest der Kulturen“ zusammen mit kulturtypischem Essen präsentieren.
Kontakt: Dr. Georg-August-Zinn-Schule, Schwimmbadweg 30, 34281 Gudensberg, Tel.: 05603/2091, Email: poststelle@gs.gudensberg.schulverwaltung.hessen.de, www.gesamtschule-gudensberg.de


Hanau: Tümpelgarten-Schule

Schulform: Grundschule, Förderstufe Haupt- und Realschule
Projektvorhaben: „Lessing in Lamboy“
Lamboy ist der östlichste Stadtteil von Hanau. „Lessing in Lamboy“ soll ein modernes Theaterstück werden, das auf Lessings Ringparabel aus „Nathan der Weise“ basiert. Gemeinsam mit einem Theaterpädagogen entsteht daraus eine gegenwartsbezogene Interpretation, die Erfahrungen der Schüler der 8. Realschulklasse einbezieht. Experten der drei Religionsgemeinschaften vermitteln im Voraus Grundwissen für das Theaterstück. Die Schüler veranstalten zehn Aufführungen ihres Stückes in der Schule und im Stadtteil Lamboy. Darüber hinaus fertigen sie eine Videodokumentation an. Ein Fest im Nachbarschaftshaus schließt das Projekt ab.
Kontakt: Tümpelgarten-Schule Hanau, Akazienweg 1, 63452 Hanau, Tel.: 06181/13613, Email: schulleitung@tuempelgarten-schule.hanau.schulverwaltung.hessen.de, http://www.tuempelgarten-schule.de


Kassel: Jacob-Grimm-Schule

Schulform: Oberstufengymnasium
Projektvorhaben: „Die Ergriffenheit begreifen – Spiritualität und Erhabenheit in der multikulturellen Gesellschaft“
Den Phänomenen Erhabenheit und Spiritualität wenden sich Schüler und Schülerinnen der Musik- und Kunstleistungskurse der Jahrgangsstufe 12 zu. Die Jugendlichen entwickeln unter Mithilfe von Experten eigene künstlerische und musikalische Kompositionen, die auf der Analyse einzelner Musikstücke und Kunstwerke aufbauen. Das Spirituelle wird dabei als ein in der Kultur des Abendlandes tief verankertes Prinzip begriffen. Deshalb sollen durch öffentliche Präsentationen der entstandenen Werke auch Menschen jenseits ihrer religiösen Zugehörigkeit erreicht werden.
Kontakt: Jacob-Grimm-Schule, Wilhelmshöher Allee 35-39, 34117 Kassel, Tel.: 0561/771058, Email: poststelle@grimm.kassel.schulverwaltung.hessen.de, http://www.jgs-kassel.de


Lampertheim-Hüttenfeld: Privates Litauisches Gymnasium

Schulform: Gymnasium/ Staatlich anerkannte Ersatzschule mit Internat
Projektvorhaben: „Werkstatt der Kulturen“
Eine Lern-CD zum „Kulturellen Pluralismus“, ein Glossar der sieben Sprachen und eine trialogische Lieder- und Tanzsammlung erstellen Schüler der 10. Klasse des Privaten Litauischen Gymnasiums. Bei Besuchen von jüdischen, christlichen und muslimischen Gemeinden werden Lieder und Tänze aufgenommen, einstudiert und später bei der Schlusskonferenz auf dem Schloss Rennhof selbst vorgeführt. Ziel des Projektes ist, den jungen Menschen ungeachtet ihrer sozialen Herkunft, Weltanschauung oder Nationalität durch ganzheitliche Bildung Eigenverantwortlichkeit sowie kulturelle und soziale Kompetenzen zu vermitteln.
Kontakt: Privates Litauisches Gymnasium, Lorscher Str. 1, 68623 Lampertheim-Hüttenfel, Tel.: 06256/859900, Email: info@litauischesgymnasium.de, http://gimnazija.de


Oberursel: Ketteler-LaRoche-Schule

Schulform: Fachschule für Sozialpädagogik
Projektvorhaben: „Von Babylon in unsere Welt – Erzieherinnen machen sich auf den Weg ?“

Schüler der Kettler-LaRoche-Schule besuchen  Gottesdienste verschiedener Religionsgemeinschaften, gestalten Bilderbücher zum Thema „anders sein“, organisieren Lesungen von Autoren unterschiedlicher Herkunft und planen einen Elternabend in einem Kindergarten zum Projektthema. In Vorbereitung auf ihren späteren Beruf als Erzieher reflektieren die Schüler der Fachschule für Sozialpädagogik die eigene Biographie und deren Begegnungen mit Fremden. Dadurch sollen eigene pädagogische Perspektiven für die zukünftigen Erzieher entstehen. Neben den Schülern der Kerngruppe sind alle Ausbildungsstufen der Berufsfachschule für Sozialassistenz und der Fachschule für Sozialpädagogik in deren sozial- und religionspädagogischen Fächern am Projekt beteiligt.
Kontakt: Ketteler-LaRoche-Schule, Altenhöferweg 61, 61440 Oberursel, Tel.: 06171/ 92430, Email: info@kettlaro.de, www.kettlaro.de