Aktuelle Publikationen
Vertrauen - Die Bedeutung von Vertrauensformen für das soziale Kapital unserer Gesellschaft
„Wenn wir nicht vertrauen könnten, würden wir es morgens wohl nicht aus dem Bett schaffen. Aus dem Gefühl des Vertrauens wagt man den Sprung ins Nichts, der den Hiatus zwischen Begründung und Entscheidung überwindet.“ (Heinz Bude)
An die mehrjährige Beschäftigung mit „Zustand und Zukunft der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland“ knüpft die Herbert Quandt-Stiftung seit Herbst 2009 mit einem neuen Schwerpunktthema an. Unter der Überschrift „Worauf ist noch Verlass? Vertrauen – Autorität – Freiheit“ möchte sie nun zur Klärung der Frage beitragen, welche Formen des zivilgesellschaftlichen Diskurses geschaffen oder neu belebt werden müssen, um die soziale Ressource Vertrauen zwischen den gesellschaftlichen Akteuren (wieder) herzustellen. „Gedanken zur Zukunft 19“, hervorgegangen aus der gleichnamigen Berliner Gesprächsreihe, bildet die Grundlegung des neuen Themas. Heinz Bude stellt in seinem Beitrag Quellen und Funktionen des Vertrauens dar. Karsten Fischer und Sebastian Hohnholz zeichnen die Konturen der politischen Debatte um Vertrauen und Sozialkaptial nach.
Herbert Quandt-Stiftung 2010
46 Seiten, Paperback
978-3-937831-15-2
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Trialogisch lernen. Bausteine für interkulturelle und interreligiöse Projektarbeit
Judentum, Christentum und Islam: Weltreligionen, die Träger von Kultur und Aufklärung sind, aber auch von Intoleranz und Fundamentalismus. So entstehen immer wieder interreligiöse Konflikte, die das Verhältnis der drei Religions- und Kultursphären belasten. Dabei weisen die religionsgeschichtlich verwandten, monotheistischen Offenbarungsreligionen viele Gemeinsamkeiten auf – und bieten ihren Anhängern so die Chance, einander im gemeinsamen Gespräch, also im Trialog, verstehen, respektieren und wertschätzen zu lernen.
Die Herbert Quandt-Stiftung hat in dieser Perspektive den Trialog der Kulturen ins Leben gerufen und in Folge hierzu einen Schulenwettbewerb ausgeschrieben. Dessen Ergebnisse will der vorliegende Band in Form eines Methodenhandbuchs für das interreligiöse und interkulturelle Lernen vorstellen. Basierend auf Best-Practice-Beispielen aus den verschiedenen Wettbewerbsrunden finden sich hier – ergänzt um Filmdokumente auf DVD – zahlreiche Anregungen, Vorschläge und Hinweise für die konkrete Gestaltung von interreligiösen und interkulturellen Projekten an der eigenen Schule – mit Signalwirkung für die gesamte Gesellschaft.
Erschienen im Klett Kallmeyer-Verlag 2010
256 Seiten, Paperback, mit DVD
24,95 EUR
978-3-7800-1044-5
Aspekte gesellschaftlicher Mitte in Europa - Annäherungen und Potentiale
Der Band umfasst die gesammelten Beiträge des 29. Sinclair-Haus-Gesprächs. Die Bad Homburger Konferenz resümierte im April 2009 die mehrjährige Arbeit der Herbert Quandt-Stiftung zur gesellschaftlichen Mitte in Deutschland und stellte sie in einen erweiterten, europäischen Kontext. Als Referenzpunkte dienten drei Staaten, die eine je eigene exemplarische Entwicklung von gesellschaftlicher Mitte aufweisen: Italien, Lettland und die Türkei.
Der Direktor des italienisch-deutschen historischen Instituts in Trient, Gian Enrico Rusconi, untersucht in seinem Beitrag die italienische Zivilgesellschaft in der Ära Berlusconi. Die langjährige Präsidentin Lettlands, Vaira Vīķe-Freiberga, zeigt Entwicklungswege zu einer ‚Neuen Mitte‘ in der postsozialistischen lettischen Transformationsgesellschaft auf. Michael Thumann, Redaktionsleiter der Wochenzeitung DIE ZEIT in Istanbul, beschreibt die Entwicklung der prosperierenden, stark wertebasierten anatolischen Mittelschicht, die gegen die etablierten Machtstrukturen von Bürokratie, Justiz und Armee nach stärkerem politischem Gewicht strebt. Im Resümee leisten der Historiker Paul Nolte sowie der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmansegg eine Gesamtschau des Mitte-Projekts der Herbert Quandt-Stiftung und fragen nach dem Verhältnis von engagierter Bürgerlichkeit und starkem Staat, von Demokratie und gesellschaftlicher Mitte.
Wirtschaftskrise und Menschenbild - eine Stellungnahme aus Sicht der katholischen Soziallehre
Die Krise am Finanzmarkt und nachfolgend die Krise der realen Wirtschaft haben weit verbreitet zu massiver Verunsicherung geführt. Hieraus entstehen fundamentale Fragen nach Freiheit und Verantwortung, nach Ordnung und Gerechtigkeit, nach Verlässlichkeit von Strukturen und Einstellungen. Auf der Suche nach Antworten ist auch die christliche Sozialethik gefragt.
Sinn und Ziel des Wirtschaftens im Allgemeinen und des Finanzmarktes im Besonderen ist aus christlich-sozialethischer Perspektive letzlich der Mensch. Wirtschaften hat mithin nur einen instrumentellen Wert im Dienst am Menschen und einer menschenwürdigen Ordnung der Gesellschaft.
Herbert Quandt-Stiftung, 2009
22 Seiten, Paperback
978-3-937831-17-6
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Brückenschläge - Aufbruch, Austausch und Wandel zwischen West und Ost
Wende und Revolutionen im Herbst 1989 bedeuteten nicht nur den Fall der Berliner Mauer und das Ende des Kalten Krieges. Sie stehen auch für den Aufbruch überkommener Denkweisen, für neue Blicke auf Europa. „Brückenschläge“ beschreibt in Wort und Bild zunächst die Ergebnisse eines langjährigen internationalen Stipendienprogramms zwischen Ost und West im Zeichen von „Aufbruch, Austausch und Wandel“. Es eröffnet dem Leser darüber hinaus prominente Einsichten in Bereiche, die uns alle betreffen. Fragen nach den ethischen Grundlagen der Wissenschaft in Europa sowie nach dem Wechselbezug von Gesellschaft und Universitäten heute gehören dazu.
Das Buch dokumentiert und resümiert eines der bislang größten Programme der Stiftung: das Herbert Quandt-Förderprogramm an der Universität Konstanz und der Technischen Universität Dresden.
Erschienen im Berliner Wissenschaftsverlag 2009
180 Seiten, engl. Broschur
24,80 EUR
978-3-8305-1728-3
Migration und Medien - Standortbestimmungen aus Wissenschaft, Politik und Journalismus
Die „mediale Integration“ von Migranten ist eine der großen Herausforderungen, der sich Deutschland als Einwanderungsland stellen muss. Denn viele Fragen sind ungeklärt oder umstritten: Bilden fremdsprachige Medien Brücken zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten oder führt ihr Weg in die Abschottung? Fördert das Medienverhalten von Migranten die Herausbildung paralleler Lebenswelten? Birgt das neue Medium Internet neue Chancen für Integration und Medienteilhabe?
Von wissenschaftlichen, politischen und journalistischen Standpunkten aus nimmt das Buch die deutsche Medienlandschaft in den Blick – ergänzt durch die Außenperspektive Kanadas. Neueste Erkenntnisse der Kommunikationswissenschaften werden präsentiert, Stimmen aus der Politik gewähren aktuelle Einblicke, „Best Practice“-Beispiele aus den Medien werden vorgestellt. Thematisch und konzeptionell knüpft der vorliegende Band an die 12. Konferenz des „Trialog der Kulturen“ an, die im November 2008 in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern stattfand.
Erschienen im Societäts-Verlag 2009
216 Seiten, Paperback
14,80 EUR
978-3-7973-1167-2
Moscheen in Deutschland - Religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung

"Ein lehrreiches und anschauliches Bild der sozialpolitischen, ethnischen und religiösen Hintergründe" (FAZ)
"Ein guter, kenntnisreicher Überblick" (Die Welt)
"Ein wichtiger Beitrag zur konstruktiven Auseinandersetzung" (NZZ)
"Eine aufschlussreiche Lektüre - nicht nur für Moscheebefürworter" (Rheinischer Merkur)
Moscheen in Deutschland sind meist in Hinterhöfen oder Gewerbegebieten versteckt. Seit einigen Jahren werden aber auch repräsentative Moscheen gebaut. Heftige Konflikte sind die Folge. Was für die einen religiöse Heimat und Ausdruck eines neuen Selbstbewußtseins ist, macht den anderen Angst. Dieses Buch will zur Versachlichung der Debatte beitragen und Lösungswege aufzeigen. Bärbel Beinhauer-Köhler blickt auf die mehr als 200jährige Geschichte von Moscheen in Deutschland zurück. Sie erläutert die Funktion von Bauelementen und beschreibt das Alltagsleben in Moscheen. Der muslimische Architekt Alen Jasarevic erzählt von seinen Erfahrungen mit einem Moscheebau in Bayern. Claus Leggewie schließlich betrachtet die jüngsten Konflikte genauer: Worum geht es den Beteiligten wirklich? Was sollte bei Moscheebauten beachtet werden, um einen Kampf der Kulturen in unseren Städten zu vermeiden? Moscheen sind zur Nagelprobe für die Integration von Muslimen geworden. Wer sich für den Islam in Deutschland interessiert, sollte zu diesem Buch greifen.
Erschienen im C.H. Beck Verlag 2009
240 Seiten, mit 46 Abbildungen, Paperback
12,95 EUR
978-3-406-58423-7
Aufstieg durch Bildung. Bildungspolitik für den Zugang zur gesellschaftlichen Mitte
Eine geeignete Bildungspolitik ist die entscheidende politische Möglichkeit, den Aufstieg in die Mitte der Gesellschaft zu erreichen, so Ludger Wößmann in seiner Schrift „Aufstieg durch Bildung“. Die deutsche Bildungspolitik verhindere einen solchen Aufstieg aber bislang. Maßnahmen für ein durchlässiges Bildungssystem wurden weitgehend ignoriert. Wößmann legt in „Gedanken zur Zukunft Band 17“ seine Vorschläge zur Verbesserungen der jetzigen Situation dar. Die Schrift entstand als Vortrag im Rahmen der Gesprächsreihe „Gedanken zur Zukunft“, den er im Februar 2009 in der Repräsentanz der Herbert Quandt-Stiftung in Berlin hielt.
Herbert Quandt-Stiftung 2009
56 Seiten, Paperback
978-3-937831-13-8
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Der Arbeitsmarkt als Motor für eine dynamischere gesellschaftliche Mitte
Ausgehend von einer Analyse zur Lage der gesellschaftlichen Mitte diskutiert Martin Werding Leitlinien einer "Politik für die Mitte". Im Fokus weiterer Überlegungen steht die Frage, ob sich bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes Ansatzpunkte und Anlässe für politische Eingriffe ergeben, mit denen die Stärken der Mitte gefördert werden können. Vor allem wird erörtert, wie der Zugang zu ihr erleichtert und auf diesem Wege die soziale und ökonomische Dynamik der Gesellschaft als ganzer erhöht werden kann.
Herbert Quandt-Stiftung 2009
56 Seiten, Paperback
978-3-937831-14-5
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Abrahamischer Trialog und Zivilgesellschaft
Nicht erst im Zuge fundamentalistischer Terroranschläge gilt Religion oft als konfliktträchtig. Gerade der interreligiöse Dialog verfügt jedoch über das Potenzial, positiv auf gesellschaftliche Konfliktlagen einzuwirken, zur wechselseitigen Integration und zum sozialen Zusammenhalt beizutragen. Seine Akteure erfüllen damit originär zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die hier vorgelegte Studie geht der Frage nach diesem sozialintegrativen Potenzial zivilgesellschaftlicher Initiativen im Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen in Deutschland auf theoretischer und empirischer Basis nach. Die sozialwissenschaftliche Analyse abrahamischer Projekte und Vereinigungen hierzulande wird durch einen Blick auf Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Bosnien-Herzegowina, die Schweiz, die Türkei und Israel ergänzt. Kurze Portraits, in denen ausgewählte Trialoginitiativen beispielhaft mit ihren Programmen, Profilen und Kontaktdaten vorgestellt werden, vervollständigen die Studie.
Erschienen im Lucius & Lucius Verlag 2009
262 Seiten, Paperback
46 EUR
978-3-8282-0467-6
Inhaltsverzeichnis Vorwort Autoren Trialog-Deutschlandkarte Bestellen »
Wege zur gesellschaftlichen Mitte - Chancen, Leistung und Verantwortung
In jeder Demokratie kommt der gesellschaftlichen Mitte, die für den Zusammenhalt und für die Prosperität des Gemeinwesens von zentraler Bedeutung ist, eine tragende Rolle zu. Die Herbert Quandt-Stiftung widmet sich seit nunmehr drei Jahren der Frage nach dem Zustand und der Zukunft der gesellschaftlichen Mitte in Deutschland. In der vorliegenden Veröffentlichung werden zu diesem Thema insbesondere die bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Implikationen und Steuerungsgrößen in den Blick genommen und von ausgewiesenen wissenschaftlichen und politischen Experten im internationalen Vergleich diskutiert. Die Dokumentation des 28. Sinclair-Haus-Gesprächs enthält Exklusivbeiträge von Hans-Peter Klös, Wolfgang Böhmer, Mikuláš Dzurinda, Susanne Klatten, Renate Köcher, Martin Werding, Ludger Wößmann u.a.
Inhaltsverzeichnis Vorwort Bestellen »
Reisen nach Jerusalem - Nachwuchsjournalisten zu Alltag und Politik in Israel, Palästina und Deutschland
"Sehnsucht nach diesem sonderbaren Land, in dem nichts so funktioniert, wie es sollte" fasst eine junge deutsche Journalistin ihre Erfahrung in und mit Israel zusammen. Ein halbes Jahr konnte sie dort studieren und publizistisch arbeiten, dank eines Stipendiums der Herbert Quandt-Stiftung. Seit 2002 fördert die Stiftung den Austausch junger Journalisten zwischen Israel, Palästina und Deutschland. Die talentierten Autorinnen und Autoren kommen von erstklassigen Journalistenschulen. Sie erhalten die Gelegenheit, Auslandserfahrungen zu sammeln, die Wiege dreier Religionen zu erkunden, den Nahostkonflikt bzw. Deutschland und seine Kultur besser zu verstehen. Auf diese Weise will die Herbert Quandt-Stiftung einen Beitrag zur interkulturellen Kompetenzerweiterung zukünftiger Meinungsmacher und zu einem verantwortungsbewussten Qualitätsjournalismus leisten. Das Ergebnis ist in diesem Buch dokumentiert: beeindruckende und berührende Reportagen, Features und Berichte der Stipendiaten ergänzt durch historische, politische und kommunikationswissenschafltiche Grundsatzanalysen erfahrener Fachexperten.
Ein Buch für alle, die sich für Politik und Alltag im Heiligen Land interessieren.
Erschienen im Societäts-Verlag 2008
200 Seiten, Broschur
14,80 EUR
978-3-7973-1123-8
Inhaltsverzeichnis Vorwort Bestellen »
Zwischen Erosion und Erneuerung. Die gesellschaftliche Mitte in Deutschland. Ein Lagebericht

Die gesellschaftliche Mitte ist für den Zusammenhalt und die Prosperität eines demokratisch verfassten Gemeinwesens zentral - so lehren die politische Theorie und die historische Erfahrung. Denn die Mitte steht einerseits für Innovation und Dynamik, andererseits für Stabilität und Dauer. Sie ist sowohl Stütze las auch Motor der Gesellschaft, oder besser: sie war dies in der Vergangenheit und kann es auch in die Zukunft sein.
Wie aber steht es um die gesellschaftlichen Mitte in Deutschland? Sind die Medien und Öffentlichkeit zunehmenden Besorgnisse über die Erosion und die wachsende Gefährdung der gesellschaftlichen Mitte berechtigt? Was bedeutet es für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, sollte die gesellschaftliche Mitte erodieren?
Wie kann die gesellschaftliche Mitte politisch ermutigt und befähigt werden, Innovations- und Stabilitätsaufgaben zu übernehmen? Welche - politischen - Handlungsfelder sind dabei vorrangig in den Blick zu nehmen?
Erschienen im Societäts-Verlag 2007
256 Seiten, Hardback
19,90 EUR
978-3-7973-1040-8






