Das Finale des Schulenwettbewerbs 2010

Jahresthema 2011/12

"Meine, deine, unsere Welt - wie gestalten wir die Zukunft?"

Sophie klickt sich durch die Facebook-Seiten ihrer Mitschüler. Schon wieder findet sie bei ihrer Klassenkameradin Nesrin neue Einträge auf der Pinnwand. Seitdem diese in der Schule erzählt hat, dass ihre Eltern „Hartz IV“ beziehen, bekommt sie regelmäßig fiese Kommentare. „Sozialschmarotzer“ und „Keine Stütze für Ausländer“ sind dabei noch die harmloseren Sprüche. Sophie ist entsetzt: Wie kann man nur so gemein sein? Doch was soll sie tun? Wie kann sie Nesrin helfen?

Solche Situationen werfen Fragen auf: Wo beginnt meine Verantwortung und wo endet sie? Welche ethischen Werte sind unentbehrlich für ein menschliches Miteinander? Wie können wir gleichberechtigte Teilhabe in unserer Einwanderungsgesellschaft ermöglichen, wie kann soziale Gerechtigkeit in unserer gemeinsamen Welt verwirklicht werden? Ist die Hilfe für den Obdachlosen in unserer Stadt nötiger als für Umweltschäden in Afrika? Finden sich bei den Religionen Ideen dazu, wie eine gute Zukunft aussehen kann?
 
Heute Antworten auf diese Fragen zu finden, ist wichtig für das Morgen – auf dem Dorf oder in der Großstadt, im Gymnasium oder in der Förderschule. Die Herbert Quandt-Stiftung stellt daher den Schulenwettbewerb zum Trialog der Kulturen 2011/12 unter das Motto Meine, deine, unsre Welt – wie gestalten wir die Zukunft? Alle Schulen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind ab der fünften Klasse eingeladen, einjährige Projekte zu einem Schwerpunkt des Jahresmottos zu entwickeln.

Der „Trialog der Kulturen“-Schulenwettbewerb versteht sich als Entwicklungspartnerschaft. Er bietet Schülern und Lehrern die Möglichkeit, Verbindendes und Trennendes in Judentum, Christentum und Islam zu entdecken, die Antworten dieser Religionen auf ethische Fragen zu reflektieren und ihre interkulturellen Kompetenzen zu erweitern – damit das Zusammenleben in der gemeinsamen Heimat des global village gelingt.

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