Schüler bei der Preisverleihung 2011

Jahresthema 2012/13

Mensch, Kreatur, Natur – was sagen Judentum, Christentum und Islam?

Logo Bundesministerium für Bildung und ForschungLangsam laufen die Turbinen im Innern des Staudamms an, für den ein ganzes Tal geflutet wurde. Dicht gedrängt stehen die Kälber in der großen Halle des Schlachthofs. Konzentriert entnimmt der Mediziner den Zellkern aus der befruchteten Eizelle. Drei Situationen, die zeigen, wie der Mensch in Natur und Umwelt eingreift, wie er versucht, seinen steigenden Bedarf an Energie und Konsumgütern zu decken, wie er nach medizinischem Fortschritt strebt.

Umwelt und Gesellschaft aus Sicht der Religionen

Energie- und Ressourcengewinnung, Tierhaltung und wirtschaftliche Produktion sind vieldiskutierte Themen; Stammzellenforschung, Präimplantationsdiagnostik und Abtreibung werfen immer wieder Fragen auf. Nicht nur Wissenschaft und Politik, sondern auch die Religionen sind gefordert, diese zu diskutieren:

Wie stark kann der Mensch in die Natur eingreifen – was ist technisch möglich, was ethisch vertretbar? Wann schadet das Fortschrittsdenken Umwelt und Gesellschaft, wann kann es einen nachhaltigen Beitrag zum
Wohle aller liefern? Wo liegen die Grenzen wirtschaftlichen Wachstums? Was haben meine eigenen Konsumgewohnheiten damit zu tun? Wie bringen sich die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam in diese Diskussion ein, welche Empfehlungen geben sie dem Einzelnen für ein verantwortungsbewusstes Handeln?

Schulen suchen Antworten

Heute Antworten auf diese Fragen zu finden, ist wichtig für das Morgen – auf dem Dorf oder in der Großstadt, im Gymnasium oder in der Förderschule. Die Herbert Quandt-Stiftung stellt daher den Schulenwettbewerb zum Trialog der Kulturen 2012/13 unter das Motto "Mensch, Kreatur, Natur – was sagen Judentum, Christentum, Islam?"

Fünf Bundesländer können mitmachen

Alle Schulen in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in Hamburg und Bremen sind ab der fünften Klasse eingeladen, einjährige Projekte zu einem Schwerpunkt des Jahresmottos zu entwickeln. Der "Trialog der Kulturen"-Schulenwettbewerb versteht sich als Entwicklungspartnerschaft. Er bietet Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften die Möglichkeit, in allen Fächern Fragen zu ethischer Verantwortung nachzugehen. Dabei können sie Verbindendes und Trennendes in Judentum, Christentum und Islam entdecken und ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern – damit Zusammenleben gelingt.

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