Markt der Möglichkeiten

Hamburg und Bremen

Markt der Möglichkeiten

Hamburg, 03. März 2015. Wie kann Vielfalt an Schulen gelingen? Aus welchen Religionen und Kulturen setzt sich die eigene Schülerschaft zusammen? Und wo kann Schule Verantwortung für eine Gesellschaft der Vielfalt im Stadtteil übernehmen? Antworten geben sechs Schulen beim "Markt der Möglichkeiten" in Hamburg. Im KörberForum zeigten die teilnehmenden Schulen am Trialog-Schulenwettbewerb aus Bremen und Hamburg, wie sie sich für eine bessere Verständigung zwischen Religionen und Kulturen einsetzen.

12 FotosCosima Hanebeck

  • Mit Puppen, Sand und kleinen Requisiten stellen die Grundschüler der Schule Borchshöhe an ihrem Stand die Flucht der Israeliten durch das Schilfmeer dar. „Eine Geschichte, die in Thora, Koran und Bibel zu finden ist", erzählen die Schüler.
  • Kontrollieren, nummerieren, Verstand verlieren! In dem Theaterstück der Grundschule Borchshöhe fliehen Kinder vor Krieg und Verfolgung. Doch auch die Einreise in eine neue Heimat wird ihnen durch grimmige Beamte erschwert.
  • Die Schüler der Erich Kästner Schule aus Hamburg Farmsen arbeiten eng mit einer benachbarten Flüchtlingsunterkunft zusammen. "In einem leerstehenden Gebäude auf dem Gelände wollen wir eine Begegnungsstätte einrichten", so die Schulsprecher.
  • Erste Konzepte präsentieren die Schüler bereits am "Markt der Möglichkeiten".
  • Wo findet man Hilfe beim Deutschlernen und wo kann man in Gröpelingen gut spielen? Antworten geben die Schüler der Oberschule Ohlenhof aus Bremen in ihrem trialogischen Stadtteilführer. Dafür erkunden Sie Moscheen, Kirchen und historische Orte.
  • Spielen kann man den Kindern zufolge in der Eisenbahnersiedlung Breitenbachhof und Deutschlernen in der großen Bibliothek der Fatih Moschee.
  • In ihrem Trialog-Projekt arbeitet das Alexander-von-Humboldt Gymnasium mit einem benachbarten Seniorenheim zusammen. Generations- und kulturübergreifend singen sie gemeinsam Lieder über Frieden, Hoffung, Liebe und Tod.
  • Auch haben sie Senioren und Eltern zu Herkunft, Identität und Wurzeln befragt. Die Interviews dienten als Vorlage für kurze szenische Darstellungen.
  • Die Stadtteilschule und das Gymnasium Finkenwerder erforschen die Geschichte ihres Stadtteils. Als Andenken an frühere Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge setzen sie einen Stolperstein in Finkenwerder.
  • Über Skype stehen die Schüler aus Finkenwerder in regem Austausch mit ihren palästinensischen Austauschschülern.
  • Am Stand der Staatlichen Fremdsprachenschule Hamburg steht als Symbol für Vielfalt eine große bunte Holzfigur. An den Füßen liegen umgekippte Schubladen. „Dort haben wir die Intoleranz rein gepackt, für die haben wir keinen Platz", erklärt ein Schüler.
  • Auch auf der Bühne zeigen die Schüler, dass sie Rassismus und Diskriminierung nicht akzeptieren: Sie spielen eine U-Bahn Szene, in der eine ältere Dame "People of Color" beschimpft, bis ihre Enkelin eingreift.