Bürger und Gesellschaft
Das Themenfeld
Für die Herbert Quandt-Stiftung ist die Stärkung und Fortentwicklung unseres freiheitlichen Gemeinwesens Ausgangspunkt ihres gesamten Handelns. Dabei sind wir von der Initiativkraft des Einzelnen und seiner großen Einsatzbereitschaft für Andere überzeugt. Wir setzen auf eine Bürgerschaft, die sich ihrer Freiheit und damit zugleich auch ihrer Verantwortung für das Gemeinwesen bewusst ist und selbstbewusst handelt. Die Stiftung will mit ihrem Wirken dazu beitragen, das Ideal des freiheitsliebenden, eigenständigen Bürgers zu fördern: Sie möchte Menschen anregen und unterstützen, ihre individuellen Begabungen zu entfalten und Verantwortung für sich sowie für das Gemeinwesen zu übernehmen.
Mit dieser Überzeugung unternimmt die Stiftung im Themenfeld "Bürger und Gesellschaft" eine Reihe von verschiedenen Aktivitäten.
Die Formate
Bei dem jeweils im Frühling stattfindenden Sinclair-Haus-Gespräch diskutieren 25 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und den Kirchen grundlegende Fragen und Entwicklungen der Gegenwart in Gesellschaft und Politik. Fächer-übergreifend werden zentrale Anliegen über mehrere Jahre in einzelnen Jahresthemen behandelt. Tagungsbände präsentieren die Referate und Ergebnisse.
Die Gedanken zur Zukunft sind sowohl Publikationsreihe für grundsätzliche Betrachtungen und programmatische Wegweisungen als auch Veranstaltungsreihe in der Hauptstadtrepräsentanz der Stiftung und vor Ort in ausgewählten Städten. Hier sollen Erkenntnisse zu Fragen und Entwicklungen zur Diskussion gestellt werden, die über den Tag hinausweisen, doch zugleich Bedeutung für die konkrete Arbeit in den Themenfeldern haben.
Seit einigen Jahren entwickelt sich in Deutschland eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements und hat zur Gründung von über 200 neuen Bürgerstiftungen geführt. Hier zeigt sich eine herausragende Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und innovativer Kraft. Die seit 2009 bestehende "Allianz für Bürgersinn" zwischen der Initiative Bürgerstiftungen und der Herbert Quandt-Stiftung fokussiert sich deshalb mit ihrem Ideenwettbewerb besonders auf die deutschen Bürgerstiftungen und lädt sie ein, an dem jährlichen Ideen-Wettbewerb teilzunehmen.
Das nach dem Reform-Pädagogen Johannes de Laspee benannte De-Laspee-Stipendien-Programm an der staatlichen Internatsschule Hansenberg im Rheingau rundet die Aktivitäten im Themenfeld ab. Aus der Überzeugung, dass der individuelle Aufstieg durch Bildung insbesondere bei besonders leistungsstarken Jugendlichen nicht an den finanziellen Bedingungen in den Familien scheitern darf, unterstützt die Stiftung bis zu 15 Schülerinnen und Schülern am "Hansenberg".





