Schulenwettbewerb 2008

Runde 2008/09

„Schalom, Frieden, Salam ?!“
Friedens- und Konfliktpotenziale in Judentum, Christentum und Islam

In der Geschichte der drei abrahamischen Religionen und der aus ihr erwachsenen Gesellschaften und Kulturen spielt das Thema "Gewalt" eine unübersehbare Rolle. Bürgerkrieg in Bosnien, Angst vor islamistischen Terroristen in Afghanistan und der westlichen Welt oder Israels militärische Auseinandersetzungen mit seinen arabischen Nachbarn seit 1948: Die konfliktreiche Vermischung von Politik und Religion beherrscht regelmäßig die Öffentlichkeit. Allerdings zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass religiöse und kulturelle Faktoren nicht immer Auslöser von gewalttätigen Spannungen sind. Provozieren nicht vielmehr Nationalismen, politische Machtansprüche, Streitigkeiten zwischen Mehr- und Minderheiten oder soziale Schieflagen Kriege und Konflikte?

Gewalttätige Auseinandersetzungen sind aber nur eine Seite der Medaille - auf der anderen Seite gehört die Suche nach Frieden und Versöhnung ebenfalls zum Kern der drei monotheistischen Religionen. Wer nur einen Blick auf die Friedensnobelpreisträger der letzten dreißig Jahre wirft, findet Juden, Christen und Muslime unter den Ausgezeichneten.

Religiöse, ethische und politische Motivationen für Verständigung ist insbesondere für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Auch hier gilt es, Konflikten zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft entgegenzuwirken. Dies ist nicht zuletzt Aufgabe der Schulen.

Die Herbert Quandt-Stiftung schrieb deshalb für das Schuljahr 2008/2009 zum vierten Mal den Wettbewerb "Schulen im Trialog" aus. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler aus Hessen und Berlin ab Klassenstufe 5 werden aufgefordert, Projekte zu entwickeln, die sich dem Leitthema "Schalom, Frieden, Salam ?!" widmen: Welche Rolle spielen historisch und aktuell religiöse und kulturelle Werte für Frieden und Konflikte?

Mit Hilfe solcher Projekte lassen sich nicht nur internationale politische Auseinandersetzungen besser verstehen. Auch im Kiez, wie die Berliner sagen würden: also im eigenen Stadtviertel, und in der Schule sollen die Trialog-Projekte zu einem verständnisvolleren Umgang miteinander und zum Abbau von Spannungen beitragen. Fragen der politischen Kultur und Ethik sowie der Demokratieerziehung können und sollen ein Jahr lang die Wettbewerbsschulen beschäftigen.

 

Videos

Trialog der Kulturen Der Schulenwettbewerb

Trialog der Kulturen

Der Schulenwettbewerb

Trialog der Kulturen Die Preisverleihung 2013/14

Trialog der Kulturen

Die Preisverleihung 2013/14

Pressemeldungen

 
8. Oktober 2009, Finale im Trialog-Schulenwettbewerb

Erste Preise für Georg-Ackermann-Schule Breuberg und Kurt-Löwenstein-Schule Berlin

 
29. Mai 2008, Trialog der Kulturen-Schulenwettbewerb

Die Teilnehmer der vierten Runde

 
1. Februar 2008, Trialog der Kulturen-Schulenwettbewerb

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Pressestimmen

 
4. Juli 2015, Gießener Anzeiger

Wenn Theaterbesuch in Erstaufnahmeeinrichtung endet

 
1. Juli 2015, Gießener Anzeiger

Integrationsmärchen mit grünem Bären